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5.1 Stickstoffdioxid in der Außenluft nach Messstationen

Eckdaten

2022
Merkmal Jahresmittel Wert
Höchster Wert: Leipzig- Lützner Str., Dresden-Bergstraße in µg/m3 26
Niedrigster Wert: Zinnwald in µg/m3 5

          
Datenquelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Abteilung Klima, Luft, Lärm, Strahlen

Letzte Aktualisierung: 04.03.2024

Ausführliche Datentabelle zum Download

Metadatenbeschreibung

Datenhalter

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Unterrichtung der Öffentlichkeit / Berichtspflichten

Aktuelle Messwerte unter http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/luftonline/uebersicht.aspx

und im MDR-Videotext Seite 521 bis 523

Jährliche Berichtspflicht (Veröffentlichung unter :https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/luft/5693.htm

Datenrecherche unter: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/luftonline/Recherche.aspx

Keine Vergleichbarkeit mit Indikatoren der WHO, da die WHO einen bevölkerungsbezogenen Gewichtungsfaktor benutzt. Ab 2002 besteht jedoch eine Vergleichbarkeit auf EU-Ebene (siehe Definition). Die EU wird Indikatoren zu Outdoor air führen. Eine Vergleichbarkeit mit Indikatoren der OECD ist nicht gegeben.

Der Indikator ist mit dem bisherigen Indikator 5.7 voll vergleichbar. Hinzugenommen wurde die Häufigkeit der EU-Grenzwertüberschreitungen.

Kommentar

Indikator 5.1 wird als Länderindikator geführt. Der Indikator zählt zur Gruppe der Gesundheitsdeterminanten.

Grundlage der Beurteilung von Stickstoffdioxid in der Außenluft ist die Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa. Diese wurde mit der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstgrenzen - 39. BImSchV) vom 02.August 2010 in deutsches Recht umgesetzt.

Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit

  • Der Stundengrenzwert beträgt 200 µg/m³ bei 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr
  • Der Jahresgrenzwert beträgt 40 µg/m³
  • Die Alarmschwelle beträgt 400 µg/m³, gemessen an drei aufeinander folgenden Stunden.

Entstehung und Gesundheitsrisiken

Stickoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen (Kraftwerke, Industrie, Hausbrand, Straßenverkehr). An verkehrsnahen Messstellen übertrifft der Anteil der Stickstoffdioxidimmissionen aus dem Straßenverkehr den aus stationären Anlagen um ein Mehrfaches.

Erhöhte Stickstoffdioxid - Konzentrationen in der Umgebungsluft haben Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Stickstoffdioxid greift die Atemschleimhäute an und beeinträchtigt die Atemwegsfunktionen.

Überwachung

Die Außenluftkonzentrationen werden vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie durch kontinuierliche Messungen (Basis: Stundenmittelwerte) an ortsfesten Messstationen überwacht und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben kontrolliert. Bei möglichen Überschreitungen der Schwellenwerte erfolgt eine automatische Benachrichtigung der Medien.

Die Überwachung wurde 2015 an 24 Messstationen durchgeführt, davon je an neun verkehrsnahen und städtischen Hintergrund-Stationen sowie an sechs Stationen im ländlichen Hintergrund.

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